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Aareraum Worblaufen – Aufwertung

Der Aareraum zwischen Löchligut (Stadt Bern) und Worblaufen (Gemeinde Ittigen) wird revitalisiert und aufgewertet. Ziel des Projekts ist es, das rechte Aareufer bis Anfang 2024 den heutigen Bedürfnissen von Natur, Naherholung und Freizeit anzupassen. Seit Oktober 2021 sind die Bauarbeiten im Gang, nun startet die finale Phase. 

Die Aare bei Worblaufen ist ein beliebtes und vielgenutztes Naherholungsgebiet, das durch zahlreiche Nutzergruppen beansprucht wird: Fischer, Pontoniere, Kanuten und Schwimmer nutzen die Aare intensiv – ebenso wie Spazierende, Hundebesitzer und Joggerinnen den Uferbereich. Der «Teilregionale Richtplan Aareschlaufen» bezeichnet den Standort Ittigen-Worblaufen als Hotspot für Wassersportaktivitäten und schreibt dem Ort ein grosses Entwicklungspotenzial für Freizeit- und Erholungsnutzung zu. Gleichzeitig weist das Gebiet ein hohes ökologisches Aufwertungspotenzial entlang der Aare auf.

Schützen und nutzen
Mit Beschluss der Gemeindeversammlung zur Revision der Uferschutzplanung «Aareraum Worblaufen» 2017, schufen wir die planungsrechtlichen Grundlagen, um diesen Abschnitt aufwerten zu können und dafür zu sorgen, dass sich die vielfältigen Aktivitäten geordnet weiterentwickeln. Wir bestreiten das Projekt gemeinsam mit dem Kanton Bern: Für die wasserbaulichen Massnahmen ist der Kanton zuständig, alle Massnahmen rund um Naherholung, Wassersport und Biodiversität ist unsere Aufgabe. Ein Teil des Projekts wird auf Gemeindegebiet der Stadt Bern realisiert. Im Bereich Löchligut wird ein Aareabschnitt revitalisiert und aufgewertet.

Stand der Arbeiten

Die baulichen Massnahmen im Uferbereich der Aare in Worblaufen sind unübersehbar. Nun nehmen die Veränderungen Gestalt an. Die Mauern, Treppen und Rampen bilden den neuen Ein- und Ausstieg zur Aare. Der dazugehörende Kran zeigt unmissverständlich, dass die Anlage nicht nur für Freizeit-«Böötler» gedacht ist, sondern auch für die schwereren Boote der Wasserpolizei und der Pontoniere.

Diese Arbeiten stehen noch an

Im Oktober 2022 starten im Uferbereich vom Löchligut (Stadt Bern) bis zur ARA Worblental die Renaturierungsarbeiten, welche die kantonale Bau- und Verkehrsdirektion verantwortet. Lesen Sie dazu das Interview mit Warin Bertschi, Leiter Wasserbau beim Tiefbauamt des Kantons Bern im neuen Folder unter «Publikationen».

Gleichzeitig nehmen wir den Ausbau der ARA-Strasse in Angriff: Die Strasse wird im unteren Abschnitt verbreitert, erhält ein durchgehendes Trottoir, eine Stützmauer und unterirdische Rohre für die Fernwärmeversorgung.

Anfang 2023 soll der Bau des neuen Infrastrukturgebäudes beginnen. Dazu wird die baufällige, alte Aarehütte abgerissen. Es entsteht ein Mehrzweckgebäude mit Restaurant, Buvette, WC-Anlagen sowie Platz für die Wassersportvereine und den Ittiger Kulturverein.

Kosten und Finanzierung

Das Gesamtprojekt kostet rund 7 Mio. Franken. 52 Prozent der Kosten betreffen den Wasserbau und werden hauptsächlich von Bund und Kanton getragen. 48 Prozent betreffen Massnahmen im Zusammenhang mit dem See- und Flussufergesetz (SFG), diese werden durch den Kanton und die Gemeinde finanziert. Hinzu kommen knapp 4,5 Mio. Franken für den Neubau des Infrastrukturgebäudes.

Die Gemeindeversammlung hat die nötigen Kredite bereits bewilligt. Aufgrund der hohen Preise auf dem Baumarkt wird der Bau des Infrastrukturgebäudes jedoch etwas teurer als geplant. Ein Nachkredit von 770’000 Franken kommt im Dezember 2022 vor die Gemeindeversammlung.

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Einschränkungen während der Bauphase

Während der Bauphase sind Behinderungen und Lärm nicht zu vermeiden. Dafür bitten wir weiterhin um Verständnis. Zugang zur Aare: Der Aareraum bei Worblaufen – insbesondere der Uferbereich – ist…

Während der Bauphase sind Behinderungen und Lärm nicht zu vermeiden. Dafür bitten wir weiterhin um Verständnis.

  • Zugang zur Aare: Der Aareraum bei Worblaufen – insbesondere der Uferbereich – ist bis zum Bauende im Herbst 2023 nur sehr eingeschränkt nutzbar. Im abgesperrten Baustellenbereich ist die Aare landseitig jeweils nicht zugänglich.
     
  • Uferweg: Der Uferweg ist durchgehend begehbar. Die lokale Wegführung kann aber je nach Bauphase ändern – siehe Plan unten. Eine barrierefreie Wegführung kann nicht garantiert werden.
     
  • Zufahrt zur Aare / Parkplätze: Weil die ARA­-Strasse saniert und mit Fernwärmerohren ausgestattet wird, ist sie ab Oktober 2022 für jeglichen Privatverkehr gesperrt. Die Zufahrt zur Aare ist entsprechen nicht mehr möglich. Ebenfalls aufgehoben sind ab Oktober die Autoparkplätze.
     
  • Werkverkehr: Für den Baustellenverkehr sowie den Werkverkehr der ARA bleibt die Strasse offen.
     
Wegführung während den Bauarbeiten.

 

Bauarbeiten ARA-Strasse

Die ARA-Strasse, der einzige befahrbare Zugang von der Worblaufenstrasse ans Aareufer, ist im oberen Teil (bis zur Überbauung ARA-Strasse 12-24) bereits ausgebaut und hat auf der westlichen Seite ein…

Die ARA-Strasse, der einzige befahrbare Zugang von der Worblaufenstrasse ans Aareufer, ist im oberen Teil (bis zur Überbauung ARA-Strasse 12-24) bereits ausgebaut und hat auf der westlichen Seite ein Trottoir. Dann folgt eine enge Passage mit einer unübersichtlichen Rechtskurve, die vor allem für jene gefährlich ist, die zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs sind. Anstelle eines Trottoirs hat es in diesem Bereich eine gelbe Sperrfläche. Anschliessend gibt es wieder ein Trottoir.

Das soll sich nun ändern: Die ARA-Strasse wird im Bereich der heutigen Engstelle mit Hilfe einer talseitigen Stützmauer auf 4,4 Meter verbreitert und erhält auf der östlichen Seite ein durchgängiges Trottoir. Dank des neuen Trottoirs muss die Strasse künftig für den Zugang zur Aare nicht mehr gequert werden. In die ARA-Strasse werden zudem Rohre für die neue Fernwärmeversorgung eingebaut.

Die Bauarbeiten beginnen Anfang Oktober 2022 und dauern voraussichtlich bis Sommer 2023. Während dieser Zeit ist die ARA-Strasse für jeglichen Privatverkehr gesperrt und nur für den Baustellenverkehr und den Werkverkehr der ARA offen. Es gibt keine Parkmöglichkeiten an der Aare. Der Fussverkehr wird über die Treppe westlich der Überbauung ARA-Strasse 12-24 umgeleitet.

Engnis auf der ARA-Strasse.

 

Neubau Infrastrukturgebäude

Die Aarehütte unterhalb der Tiefenaubrücke ist ein zentraler Begegnungsort. Während den letzten Jahrzehnten wurden dort unzählige Feste gefeiert. Viele Vereine nutzen zudem den Bau und die vorhandene…

Die Aarehütte unterhalb der Tiefenaubrücke ist ein zentraler Begegnungsort. Während den letzten Jahrzehnten wurden dort unzählige Feste gefeiert. Viele Vereine nutzen zudem den Bau und die vorhandenen Container als Basis für ihre sportlichen Aktivitäten. Jetzt, wo der Aareraum aufgewertet wird, stellte sich die Frage, was mit dem mittlerweile baufälligen Gebäude geschehen soll.

Im Frühling 2020 lancierte die Gemeinde einen Studienauftrag, aus dem das Projekt des Teams Halle 58 Architekten und FritschiBeis ausgewählt wurde. Im Dezember 2021 wurde der Baukredit von 4,425 Mio. Franken durch die Gemeindeversammlung genehmigt. Aufgrund der hohen Preise auf dem Baumarkt wird das Projekt jedoch etwas teurer als geplant. Ein Nachkredit von 770’000 Franken kommt im Dezember 2022 vor die Gemeindeversammlung.

Geplant ist ein neues Infrastrukturgebäude. Auf der Westseite ist darin ein ganzjährig betriebenes Restaurant untergebracht inklusive Terrasse und einer Buvette, wo Besuchende des Aareraums Getränke und Snacks kaufen können. Auf der Ostseite sind Räume für die Pontoniere, Kanu- und Kajakfahrer, Wellensurfer und den Ittiger Kulturverein sowie ein Clubraum vorgesehen.

Im Januar 2023 soll es mit dem Abbruch der alten Aarehütte losgehen. In Betrieb gehen wird das neue Infrastrukturgebäude voraussichtlich im Frühling 2024.

Visualisierung Infrastrukturgebäude.

 

Gesamtprojekt

  Abschnitt 1: Löchligut – Hammerwerke Hier wird das Ufer abschnittsweise abgeflacht, um die Quervernetzung für Tiere zu verbessern. Der Uferweg wird landeinwärts verschoben und das Ufe…
Gesamtprojekt Aufwertung Aareraum Worblaufen


 

Abschnitt 1: Löchligut – Hammerwerke
Hier wird das Ufer abschnittsweise abgeflacht, um die Quervernetzung für Tiere zu verbessern. Der Uferweg wird landeinwärts verschoben und das Ufer mit sogenannten «Totholzstrukturen» gesichert. Letztere dienen nicht nur dazu, die Erosion des Ufers zu verhindern, sondern schaffen idealen Lebensraum für Fische und integrieren sich gestalterisch bestmöglich in die neue Aarelandschaft. Entlang der neuen Überbauung «Aare Wohntraum» sind die Ufer im Zusammenhang mit dem neuen Einlaufwerk Worble bereits gesichert worden. Das anschliessende Ufer bei den Hammerwerken wird aufgrund der engen Platzverhälntisse mit Natursteinblöcken gesichert.

Abschnitt 2: Hammerwerke – Clubhaus Pontoniere
Hier wird das Aareufer abgeflacht. Der Uferweg wird landeinwärts verschoben, damit mehr Uferraum gestalterisch aufgewertet werden kann. Alte und prägende Baumgruppen bleiben bestehen. Zurückgebaut werden ein kleiner Teich und das Materialdepot der Pontoniere. Am Ort des heutigen Grillplatzes entsteht ein neuer Amphibienteich. Rückwärtig soll die grossflächige Wiese mit der Aarehütte künftig für Freizeit, Erholung und Sport genutzt werden. Im Bereich der heutigen Aarehütte erstellen wir ein neues Infrastrukturgebäude für die Wassersportler inklusive Restaurant.

Abschnitt 3: Wassersportbereich
Hier ist im letzten Jahr ein konzentrierter Bereich für Wassersport entstanden – siehe Einleitungstext.

Abschnitt 4: Tiefenaubrücke – ARA Worblaufen
Unterhalb der Tiefenaubrücke wird das bestehende Ufer abgeflacht und ökologisch aufgewertet. Zudem werden quer zur Aare drei Holzbuhnen eingebaut, welche Fischen Unterschlupf bieten. Die bestehenden Parkplätze werden rückgebaut und entlang der ARA-Strasse mittels einer Längsparkierung neu angeordnet.

Zugehörige Objekte