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Die Ziele

Klimact 2030+ setzt anspruchsvolle, aber realistische Ziele: Fossilfreies Heizen bis 2040, fossilfreie Treibstoffe bis 2040, möglichst CO2-freier Strom bis 2050 – und Restemissionen kompensiert.

Über 60 Prozent der CO2-Emissionen in Ittigen stammen aus Öl- und Gasfeuerungen, knapp 20 Prozent aus dem Verkehr. In beiden Bereichen sind die Haushalte die grössten Verursacher, gefolgt von Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen. Deshalb stehen Massnahmen im Vordergrund, welche zu einem Ersatz der Ölfeuerungen durch klimaverträglichere Heizsysteme führen.

Mit realistischen Absenkpfaden ans Ziel

Die verschiedenen, als erstrebenswert und zugleich realistisch bewerteten Absenkpfade zeigen den Weg ins Ziel Netto-Null spätestens im Jahr 2050.

Die verschiedenen, als erstrebenswert und zugleich realistisch bewerteten Absenkpfade zeigen den Weg ins Ziel Netto-Null spätestens im Jahr 2050.

Absenkpfade

Ziele für die Gemeinde Ittigen

Klimact 2030+ formuliert für die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen aus dem Betrieb der Gemeinde Ittigen und für das ganze Gemeindegebiet folgende Ziele: Senkung der absoluten und anreche…

Klimact 2030+ formuliert für die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen aus dem Betrieb der Gemeinde Ittigen und für das ganze Gemeindegebiet folgende Ziele:

  • Senkung der absoluten und anrechenbaren CO2-Emissionen aus dem Gemeindebetrieb (Liegenschaften Verwaltungsvermögen, Geschäftsverkehr, Werkhof und öffentliche Beleuchtung) auf Netto-Null bis 2030.

  • Senkung des gesamten Treibhausgas-Ausstosses auf Gemeindegebiet gemäss Absenkpfad um:
    21 Prozent bis 2024
    40 Prozent bis 2028
    58 Prozent bis 2032
    auf Netto-Null bis 2050
    Referenz: Treibhausgasbilanz 2020 von Ittigen

Ziele für Firmen

Klimact 2030+ formuliert für die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen aus dem Gebäudebereich sowie dem Prozessbereich von Unternehmen (Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen) folgende Ziele: …

Klimact 2030+ formuliert für die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen aus dem Gebäudebereich sowie dem Prozessbereich von Unternehmen (Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen) folgende Ziele:

  • Senkung des Treibhausgas-Ausstosses aus dem Gebäudebereich von Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen um:
    20 Prozent bis 2024
    40 Prozent bis 2028
    60 Prozent bis 2032
    Referenzwert: Treibhausgasbilanz 2020 von Ittigen

  • Senkung des Treibhausgas-Ausstosses aus dem Prozessbereich von Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen um:
    38 Prozent bis 2024
    63 Prozent bis 2028
    84 Prozent bis 2032
    Referenzwert: Treibhausgasbilanz 2020 von Ittigen

Ziele für Gebäudeeigentümer/innen

Klimact 2030+ formuliert für die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen im Bereich privater Liegenschaften folgende Ziele: Senkung des CO2-Ausstosses durch Heizungen aus dem Gebäudebereich um…

Klimact 2030+ formuliert für die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen im Bereich privater Liegenschaften folgende Ziele:

  • Senkung des CO2-Ausstosses durch Heizungen aus dem Gebäudebereich um:
    25 Prozent bis 2024
    46 Prozent bis 2028
    67 Prozent bis 2032
    Referenz: Treibhausgasbilanz 2020 von Ittigen

  • Senkung der mittleren CO2-Emissionen und des mittleren Energieverbrauchs pro m2  Energiebezugsfläche (EBF) in Übereinstimmung mit dem CO2-Absenkpfad.

Ziele für Verkehrsteilnehmende

Klimact 2030+ formuliert für die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen im Bereich Mobilität/Verkehr folgende Ziele: Senkung des Treibhausgas-Ausstosses aus dem Verkehr um: 20 Prozent bis 2…

Klimact 2030+ formuliert für die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen im Bereich Mobilität/Verkehr folgende Ziele:

  • Senkung des Treibhausgas-Ausstosses aus dem Verkehr um:
    20 Prozent bis 2024
    40 Prozent bis 2028
    60 Prozent bis 2032
    Referenz: Treibhausgasbilanz 2020 von Ittigen

  • Senkung des Modal-Split-Werts (Anteil am Gesamtverkehr) des motorisierten Individualverkehrs von:
    66 Prozent auf 50 Prozent bis 2030
    Referenz: Treibhausgasbilanz 2020 von Ittigen

Zur Reduktion von CO2: Konkrete Massnahmen

Mit folgenden Massnahmen lassen sich CO2-Emissionen konkret vermindern: Heizöl Heizungsanlagen wie Holzheizungen, Wärmepumpen oder ein Anschluss an ein Fernwärmenetz sollen Ölheizungen mittelfris…

Mit folgenden Massnahmen lassen sich CO2-Emissionen konkret vermindern:

Heizöl
Heizungsanlagen wie Holzheizungen, Wärmepumpen oder ein Anschluss an ein Fernwärmenetz sollen Ölheizungen mittelfristig ersetzen. Ein kleinerer Teil der Wirkung kann auch durch Sanierungsmassnahmen an den Gebäudehüllen (Isolation) erreicht werden.

Gas
Betreiberinnen und Betreiber können Gasheizungen durch Heizungen mit erneuerbaren Energieträgern ersetzen oder sie belassen die Anlage und stellen auf Biogas oder synthetisches Gas um. Bei industriell-gewerblichen Anwendungen ist teilweise ein Umstieg auf elektrische Versorgung möglich.

Treibstoffe
Der Umstieg auf eine Mobilität mit klimaneutralen Energiequellen ist bereits im Gang und wird voraussichtlich bis in rund 20 Jahren abgeschlossen sein. Dabei ist einerseits Elektromobilität das grosse Thema, andererseits sind es Verbrennungsmotoren mit erneuerbaren Energieträgern (Wasserstoff, Methanol, Biodiesel etc.).

Strom
Viele Emissionen aus fossilen Energieträgern vermindern  sich durch das Umstellen auf Strom (Wärmepumpen, Elektromobile etc.). Es ist deshalb unrealistisch, hier auch noch Elektrizität einzusparen. Eine Reduktion der mit Strom verbundenen CO2-Emissionen ist dennoch möglich, indem die Nutzenden Strom aus CO2-freien Quellen beschaffen. Denn der Emissionsfaktor von Strom ist variabel und schwankt von ca. 10g/kWh (Laufwasserkraft) bis zu 1200g/kWh (Braunkohle). Ittigen setzt  dies für den Verwaltungsbetrieb (Gebäude, öffentliche Beleuchtung) bereits um.

Emissionen aus Landwirtschaft u.a.
Bei Methan-Emissionen aus der Landwirtschaft, Abwasserreinigung oder weiteren nichtenergetischen Quellen sieht die Gemeinde Ittigen kein Reduktionspotenzial. Diese Emissionen sowie restliche Emissionen aus dem Stromverbrauch sollen kompensiert werden.