Inhalt
Beschlüsse des Gemeinderats vom 14. September 2026
Traktandenliste für die Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2026
Der Gemeinderat hat die Traktanden der nächsten Gemeindeversammlung wie folgt festgelegt:
- Aufgaben- und Finanzplan (AFP) mit Budget 2027 und Planung 2028 bis 2031 – Beratung und Genehmigung des Inhalts der Leistungsgruppen mit Globalbudgets, mit Festsetzung der Steueranlage und der Liegenschaftssteuer, Kenntnisnahme der Planung, Kenntnisnahme Bericht
- Externe Revisionsstelle 2027 bis 2030 – Beratung und Wahl
- Worblentalstrasse 68: Entwicklung – Beratung und Genehmigung
- Verschiedenes
Aufgaben- und Finanzplan (AFP) mit Budget 2027 und Planung 2028 bis 2031
Die Gemeinde wird 2027 das Dienstleistungsangebot mit der aktuellen Steueranlage von 1,33 sowie der aktuellen Liegenschaftssteueranlage von 1,2 ‰ bereitstellen können. Das Budget 2027 rechnet mit einem Defizit von 0,847 Mio. Franken.
Dank der Spezialfinanzierung «Investitionen» ist es möglich, die stark ansteigenden Abschreibungen (2027 = 5,571 Mio. Franken) abzufedern, die sich aus den hohen Investitionen in die Schul- und Sportinfrastruktur ergeben.
Die Finanzplanung weist für die Jahre 2028 bis 2031 Defizite von jährlich 5 bis 7 Mio. Franken aus. Zu beachten ist dabei, dass mögliche Entnahmen aus der Spezialfinanzierung «Investitionen» nicht berücksichtigt sind. Die Defizite werden sich dadurch in den kommenden Jahren noch reduzieren.
Der Gemeinderat hat das Budget 2027 sowie den Aufgaben- und Finanzplan 2028-2031 zuhanden der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2026 verabschiedet.
Finanzhilfe für Betroffene der Naturkatastrophe in Nepal
Ende August 2026 hat ein Gletscherabbruch in Nepal eine Schlammlawine ausgelöst, welche die Infrastruktur in einer ganzen Talschaft im Gebiet Rasuwa nördlich von Kathmandu zerstört hat. Der in der Region tätige Manjushri-Verein will betroffene Familien beim Wiederaufbau ihrer Lebensgrundlagen unterstützen und hat für die Finanzierung der Soforthilfe zu Spenden aufgerufen.
Der Verein wird seit mehreren Jahren von der Gemeinde Ittigen im Rahmen der Auslandhilfe finanziell unterstützt – unter anderem für die Schulbildung vor Ort (Manjughoksha Academy). Eine Erhebung hat gezeigt, dass auch Angehörige von Kindern der Manjughoksha Academy von der Katastrophe betroffen sind. Deshalb soll der Manjushri-Verein einen einmaligen Beitrag von 10'000 Franken erhalten, um Familien und Schulkinder in der betroffenen Talschaft zu unterstützen.
Der Gemeinderat hat dem Kredit von 10'000 Franken zugunsten des Manjushri-Vereins für die Bewältigung der Naturkatastrophe in Nepal zugestimmt.
Umnutzung Sanitätsposten Aespliz und Altikofen
Die ehemaligen Sanitäts- beziehungsweise Zivilschutzanlagen an der Grauholzstrasse 11 und Altikofenstrasse 71 sollen langfristig einer zweckmässigen, werterhaltenden und weiterhin zivilschutznahen Nutzung zugeführt werden. Vorgesehen ist die Umnutzung zu einem öffentlichen Schutzraum mit 102 Schutzplätzen im Falle des Postens Altikofen und im Falle Aespliz mit 135 Schutzplätzen.
Die anrechenbaren Projektkosten sollen über den Ersatzbeitragsfonds des Kantons Bern finanziert werden. Da eine Kreditbewilligung erst nach Gesucheingabe sowie Prüfung erfolgt, muss die Gemeinde die jeweiligen Projektkosten vorfinanzieren. Für den Posten Aespliz betragen diese 222'344 Franken, für Altikofen 167'697.50 Franken. Sobald die Verfügung des Kantons vorhanden ist und die Gelder des Kantons fliessen, werden diese der Anlage gutgeschrieben und per sofort abgeschrieben.
Der Gemeinderat hat der Umnutzung der beiden ehemaligen Sanitäts- beziehungsweise Zivilschutzanlagen zugestimmt sowie die beiden Verpflichtungskredite von 222'344 und 167'697.50 Franken genehmigt.
Rückbau Baupiste – Einmünder Stockhornstrasse / Mannenbergweg
Vor dem Umbau des Wasserreservoirs Mannenberg ragte der frühere Strassenverlauf ohne Bewilligung über die Parzellengrenze auf Gebiet der Gemeinde Bolligen und in die Landwirtschaftszone. Dieser Baurechtsverstoss muss durch Rückbau und Wiederherstellung behoben werden.
Der Gemeinderat genehmigte im März den Landerwerb für den Einmünder Stockhornstrasse / Mannenberweg, um die Strasse rechtsgültig auf Gemeindegebiet Ittigen zu verschieben. Da der bisher vorgesehene Rückbau jedoch die Einfahrt in den Mannenbergweg erschwert, wurde eine Kompromissvariante erarbeitet – sie erfüllt die Minimalanforderungen und ist am kostengünstigsten. Für die Arbeiten ist ein Kredit von 333'500 Franken nötig.
Der Gemeinderat hat den Verpflichtungskredit von 333'500 Franken für den Einmünder Stockhornstrasse / Mannenbergweg genehmigt.
Initiative für ein Kunstrasenfeld
Der Sportclub Ittigen (Fussball) hat eine Initiative für ein ganzjährig nutzbares Kunstrasenfeld eingereicht. Ist die Initiative rechtmässig, haben die Initianten sechs Monate Zeit, um die rund 350 nötigen Unterschriften zu sammeln (5 Prozent der Ittiger Stimmberechtigten). Sollte die Initiative zustande kommen, muss ein entsprechendes Projekt ausgearbeitet werden.
Weil die Kosten nach ersten Schätzungen 2 Mio. Franken übersteigen dürfte, müssten die Stimmberechtigten über das Vorhaben an der Urne entscheiden – vorbehältlich, dass die Teilrevision der Gemeindeordnung am 29. November 2026 angenommen wird.
Der Gemeinderat hat die Rechtmässigkeit der Initiative zur Kenntnis genommen.
Einbürgerungen
Das Gemeindebürgerrecht wurde einer Person aus Polen, einer vierköpfigen Familie aus Deutschland, einer vierköpfigen Familie aus Italien und Spanien, je zwei Kindern aus der Türkei und Sri Lanka sowie einem Kind aus Syrien zugesichert.