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BAFU-Gebäude Worblentalstrasse 68 – Umnutzung

Das Bundesamt für Umwelt hat im Sommer 2026 das Gebäude an der Worblentalstrasse 68 verlassen. Schon bald soll neuer Wohnraum entstehen. Ein Umnutzungsprojekt mit Vorbildcharakter.

Die Umnutzung ermöglicht es, in unmittelbarer Nähe zum öffentlichen Verkehr dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Innert nützlicher Frist sollen rund 145 Wohnungen entstehen. Vorgesehen ist, das Gebäude auf der Westseite zu erweitern sowie um ein Vollgeschoss und ein Attikageschoss aufzustocken. Die Schichtung von Sockel, Obergeschossen und zurückversetzten Dachaufbauten nimmt Vertrautes auf und entwickelt die heutigen Besonderheiten des Gebäudes weiter. Der Grünraum wird zum attraktiven Park für die neuen Quartierbewohnenden und die Bevölkerung. Der Grünraum im Westen des Gebäudes wird zu einem attraktiven Aussenraum für die neuen Quartierbewohnenden und die Bevölkerung. Das Biotop bleibt erhalten.

Ein qualitätssicherndes Verfahren unter Beizug von unabhängigen Fachgutachterinnen und -gutachtern hat gezeigt, dass die geplante Nachverdichtung ortsverträglich ist und die Neugestaltung des öffentlichen Freiraums die Qualität des Ortes stärkt.

Nachhaltiges Bauen

Das Projekt setzt auf das Prinzip des kreislaufgerechten Bauens. Die bestehende Gebäudestruktur (Tragwerk, Untergeschosse, Fassaden, Balkonzonen) bleibt weitgehend erhalten. Auch Bauteile wie Fenster, entfernte Betondecken und der Doppelboden werden vor Ort so weit wie möglich wiederverwendet. Das hinzugefügte Baumaterial ist so beschaffen, dass es sich später wiederverwenden lässt. Ebenso ist vorgesehen, Teile der Haustechnik weiter zu nutzen, anzupassen und aufzurüsten.

Dieser konsequente Re-Use-Ansatz verbraucht viel weniger Erstellungsenergie (graue Energie) als ein Ersatzneubau und damit weniger CO2. Mit Blick auf den Gesamtenergieverbrauch (Erstellung und Betrieb) wirkt sich auch die stark reduzierte Anzahl Parkplätze aus: In der Einstellhalle wird die Anzahl von heute 55 auf 32 verringert – aufgrund der Nähe zum öffentlichen Verkehr sind pro Wohnung 0.20 bis 0.35 Parkplätze geplant. Veloabstellplätze sind insgesamt 379 bis 403 vorgesehen, davon eine angemessene Zahl für Spezialvelos (z.B. Cargo-Velo und Velo mit Anhänger). Das entspricht 2.6 bis 2.8 Abstellplätzen pro Wohnung bzw. 0.93 bis 1.03 Abstellplätzen pro Zimmer. So ist sichergestellt, dass auch an Spitzentagen genügend Veloabstellplätze zur Verfügung stehen.

Breites Wohnungsangebot

Die rund 145 Wohnungen bieten Raum für rund 300 Bewohnerinnen und Bewohner. Die verschiedenen Wohnungstypen ergeben sich aus den Gegebenheiten des Gebäudes und dem bestmöglichen Umgang mit dem Bestand. So entsteht ein breites Wohnungsangebot mit Wohnformen, die auch für eher städtisch geprägte Zielgruppen attraktiv sind. Rund die Hälfte der Wohnungen haben 3.5, 4.5 oder mehr Zimmer und bieten somit Platz für Familien. Die 1.5- und 2.5-Zimmerwohnungen eignen sich für Seniorinnen und Senioren, Singles und Paare. Auf dem Dach entstehen sogenannte Townhouses, die über private Aussenbereiche verfügen und für Familien ebenso attraktiv sind wie für Paare und Wohngemeinschaften.

Die zweigeschossigen Atelierwohnungen zum Innenhof eignen sich für Paare oder Singles, die ein Nebengewerbe betreiben oder als Selbständige tätig sind. Die zweigeschossigen Atelierwohnungen mit Garten sind grösser, lassen sich entweder als Wohnung oder als Büroraum für Kleinunternehmen mit wenigen Angestellten nutzen.

Austausch und Begegnung

Nach der Umnutzung und dank der Parkanlage kommt auch ausserhalb der Bürozeiten mehr Leben in den Talboden. Die Halle im Erdgeschoss ist öffentlich zugänglich, die dort vorgesehenen kleingewerblichen Angebote sind auch für die Nachbarschaft attraktiv. Im Gebiet mangelt es heute an Räumlichkeiten für Kurse und Veranstaltungen. Künftig besteht die Möglichkeit, den Gemeinschaftsraum im umgebauten Gebäude dafür mitzubenutzen.

Um das Projekt zu realisieren, ist eine Umzonung nötig. Die Grundlage dafür bildet das Richtprojekt, das – auf Basis eines Studienauftrags – in einem qualitätssichernden Verfahren erarbeitet worden ist. Die Eigentümerin PUBLICA und die Gemeinde waren dazu in engem Austausch. Über die Umzonung entscheidet die Ittiger Gemeindeversammlung voraussichtlich im Dezember 2026.

Die bessere Nutzung des Areals entspricht den Entwicklungsabsichten der Gemeinde für den Talboden. Die Umzonung setzt das Gebot der haushälterischen Bodennutzung vorbildlich um. Dank der kreislaufgerechten Bauweise und der ressourcenschonenden Mobilität erfüllt das Vorhaben wichtige Nachhaltigkeitsziele. Gleichzeitig bietet das Projekt die Chance, einen zentral gelegenen Freiraum für die Bevölkerung aufzuwerten und die öffentliche Nutzung langfristig zu sichern. Der Wohnungsmix mit seinen urbanen Wohnformen ergänzt das heutige Wohnangebot, fördert die soziale Vielfalt und verbessert die Altersdurchmischung.

Die Projektwebseite neueswohnen-ittigen.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. bietet vertiefende Informationen.

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