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Beschlüsse des Gemeinderats vom 16. Februar 2026

20. Februar 2026
Der Gemeinderat hat folgende Beschlüsse gefasst:

Sperrsystem Fischrainweg

Seit mehreren Jahren befasst sich der Gemeinderat mit der Frage, wie das bestehende Fahrverbot auf dem Fischrainweg am besten durchgesetzt werden kann. Konkret geht es um den Abschnitt zwischen dem Sportzentrum Tivoli und der Jurastrasse. Die schliesslich anvisierte Poller-Sperranlage verzögerte sich zunächst wegen einer Einsprache und später wegen der baulichen Abstimmung auf die Verlegung der Fernwärmeleitung.

Überdies hat sich das Projekt wesentlich verteuert. Inzwischen sind zudem effizientere Lösungen als eine Poller-Anlage verfügbar, wie ein automatisches Kennzeichen-Lesesystem (ANPR), das unberechtigte Durchfahrten erfasst und automatisch Ordnungsbussen erteilt. Allerdings erlaubt das aktuell geltende kantonale Polizeigesetz keine ANPR-Systeme zur Durchfahrtskontrolle. Eine entsprechende Gesetzesanpassung bedingt einen politischen Prozess, der einige Jahre dauert. In der Zwischenzeit sollen deshalb mehr Polizeikontrollen durchgeführt werden.

Im Rahmen einer erneuten Grundsatzdiskussion hatte der Gemeinderat zu entscheiden, welchen Weg die Gemeinde gehen soll.

Der Gemeinderat beschloss, auf eine Poller-Anlage am Fischrainweg zu verzichten und stattdessen ein Kennzeichen-Lesesystem (ANPR) weiterzuverfolgen.

 

Gesamtsanierung Asylstrasse

Auf 2026 / 2027 will der Wärmeverbund der Wärme Mittelland AG das Leitungsnetz vom Pflegeheim Tilia bis zur Asylstrasse Nr. 67 verlegen. Die Gemeinde will dieses Vorhaben nutzen, um Sanierungsarbeiten durchzuführen:

  • Die Wasserleitungen in der Asylstrasse, Beundenstrasse sowie Ittigenstrasse erreichen bald ihre Lebensdauer und müssen erneuert werden. Zusätzlich bedingt die geplante Anpassung der Druckzonen den vollständigen Ersatz der Wasserleitungen.
  • Bei der Strasseninfrastruktur sind insbesondere der Belag, die Randabschlüsse (Bordstein etc.) sowie die Strassenentwässerung in einem ungenügenden Zustand.
     

Werden diese Arbeiten (Fernwärme, Wasserleitungen, Strassenzustand) zusammen durchgeführt, lassen sich Mehrfachaufbrüche der Strasse vermeiden. Damit reduziert sich auch die Belastung für die Anwohnerinnen und Anwohner.

Zudem soll die Verkehrsführung für die vielbenutzte Asylstrasse sowie den angrenzenden Perimeter Zulligerstrasse und Ittigenstrasse kurz- sowie langfristig ändern – konkret durch Einbahnverkehr. Dadurch erhöht sich die Verkehrssicherheit, weil Bus und Auto sich nicht mehr kreuzen und mehr Platz für hindernisfreie Haltestellen entsteht.

Kurzfristig soll der Einbahnverkehr nur auf der Asylstrasse und einem Teilstück der Zulligerstrasse gelten (rot), längerfristig auch auf dem entsprechenden Teilstück der Ittigenstrasse (blau).

Karte, die die künftige Verkehrsführung auf der Asylstrasse, Zulligerstrasse und Ittigenstrasse zeigt.

Die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner wurden im Rahmen eines Anlasses über die geplanten Arbeiten und Massnahmen informiert.

Der Gemeinderat hat vom Vorhaben Kenntnis genommen, der kurzfristigen Umsetzung eines Einbahnregimes zugestimmt sowie die langfristigen Massnahmen im Grundsatz gutgeheissen.

 

Teilstrategie Wohnen, Wohnbau- und Bodenpolitik

Die Teilstrategie Wohnen, Wohnbau- und Bodenpolitik ist ein politisches Instrument und bezweckt, die Wohnbau- und Bodenpolitik in ihrem Bestand zu festigen und zu sichern. Die Ziele im Bereich Wohnen richten sich nach dem Räumlichen Entwicklungskonzept REK «Ittigen 2040».

Die nun vorliegende Teilstrategie sowie das dazugehörige Umsetzungskonzept zeigen die zeitlichen, personellen und finanziellen Konsequenzen sowie die zu verfolgende Bodenpolitik auf, damit nachstehende Ziele erreicht werden können:

  • Die gesellschaftliche Vielfalt soll erhalten werden: Es braucht ein breites Angebot an Wohnungen für alle Altersgruppen und sozialen Schichten.
  • Ittigen soll eine attraktive Gemeinde bleiben: Arbeit, Wohnen und Versorgung bleiben gewährleistet, mit lebenswerten Quartieren und einer moderaten Verkehrsentwicklung.
  • Die heutige Siedlungsentwicklung soll sich prioritär nach Innen konzentrieren. Ausnahmen bilden die Areale «Jurastrasse» und «Chasseralstrasse».
     

Der Gemeinderat hat die Teilstrategie Wohnen, Wohnbau- und Bodenpolitik sowie das Umsetzungskonzept gutgeheissen und ersteres für die Veröffentlichung freigegeben.

Die Teilstrategie Wohnen, Wohnbau- und Bodenpolitik kann hier eingesehen werden.

 

Wechsel im Stimmausschuss

Aufgrund von Vakanzen im Stimmausschuss wurden Maria Fiorelli-Mosca und Monique Kunz (beide BVI) als Nachfolgerinnen nominiert.

Der Gemeinderat hat sowohl Maria Fiorelli-Mosca wie auch Monique Kunz für die restliche Amtsdauer vom 16. Februar 2026 bis am 31. Dezember 2028 als Mitglieder des Stimmausschusses gewählt.