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Partnerschaft mit der Gemeinde Dobrusch (Weissrussland)


Ehrlich. Engagiert. Stark. Unter diesem Slogan entstanden Vision und Leitbild der Gemeinde Ittigen. Sie bilden seit 2008 die Grundlage des Wirkens der Gemeinde.

Ortstafel mit den Wappen von Dobrusch und Ittigen
In Bezug auf die Solidarität und speziell die Auslandhilfe bedeutet dies:
  • Ehrlich: Wir stehen dazu, dass es uns gut geht und zeigen uns solidarisch mit jenen, denen es schlechter geht. Wir arbeiten im Rahmen unserer Möglichkeiten mit.
  • Engagiert: Es ist uns nicht gleichgültig, wie und wo unsere Mittel eingesetzt werden. Wir wählen unsere Hilfe gezielt aus und engagieren uns persönlich. Wir beschränken uns nicht auf reine Geldzahlungen.
  • Stark: Wir setzen uns für grössere Projekte ein, die etwas bewirken und verzichten auf eine Verzettelung der Mittel. Bald 27 Jahre Zusammenarbeit mit der Gemeinde Dobrusch zeigen die Nachhaltigkeit unserer Beziehungen.

Wie viele andere Gemeinden hat sich Ittigen in den 80er- und 90er-Jahren für eine Gemeindepartnerschaft im östlichen Europa entschieden. Für Ittigen war es die weissrussische Gemeinde Dobrusch. Auslöser für die Partnerschaft mit Dobrusch war der Reaktorunfall in Tschernobyl. Das benachbarte Belarus (Weissrussland), insbesondere der Bezirk Gomel und die Gemeinde Dobrusch, waren von der Katastrophe stark betroffen. Die Böden waren verseucht, die Kinder gesundheitlich geschwächt. Zusätzlich war die Gemeinde Dobrusch durch politische und wirtschaftliche Veränderungen stark gefordert. Auf Initiative des damaligen Gemeindepräsidenten, Walter Frey, wurde die Beziehung mit Dobrusch im Jahr 1990 eingegangen und aufgebaut.

Im Zentrum der Partnerschaft stand von Beginn an die humanitäre Hilfe. Ittigen organisierte Hilfstransporte mit Medikamenten, Material für Schulhäuser und Kindergärten, mit Spitalbetten, Velos sowie Paketen für die Bevölkerung, etc. Aufgrund der schwierigen Grenzformalitäten wurden die Transporte aber später eingestellt. Weiter ermöglichte Ittigen vielen Kindern ein Ferien- bzw. Sprachlager im Ferienheim an der Lenk. In den letzten Jahren wurden die finanziellen Mittel aber ausschliesslich für Projekte eingesetzt. Die Finanzhilfen und die Naturalien betragen bis heute gesamthaft über 2 Mio. Franken.

In den ersten Jahren waren alle Aktivitäten zugunsten Dobrusch vom Dienstleistungszentrum der Gemeinde organisiert. Später wurde die Zusammenarbeit mit Dobrusch der „Arbeitsgruppe Dobrusch“ übertragen. Aus Altersgründen haben die meisten Mitglieder der Arbeitsgruppe auf Ende 2008 demissioniert. Durch zahlreiche Wechsel in den Dobruscher Behörden hat sich die Beziehung zudem verändert. Deshalb wurde im Jahr 2009 eine Neuausrichtung der Partnerschaft diskutiert. Gespräche zwischen dem Gemeinderat und Mitgliedern der Arbeitsgruppe ergaben, dass eine neue Basis der Zusammenarbeit mit Dobrusch sinnvoll wäre.

Mitte Juni 2009 wurde der Verein "Partnerschaft Ittigen-Dobrusch" gegründet. Er konzentriert sich seit einigen Jahren auf die direkte Unterstützung verschiedener Projekte von sozialen Organisationen in Dobrusch. So kommt die Hilfe genau dort an, wo sie am nötigsten ist: Bei den Menschen, die auch heute noch im Zentrum der Zusammenarbeit stehen. Die finanziellen Mittel werden dem Verein von verschiedenen Seiten zur Verfügung gestellt. 30‘000 Franken pro Jahr steuert die Gemeinde Ittigen bei. Weiter darf sich der Verein jeweils über zahlreiche Spenden anlässlich der Weihnachtssammlung, aber auch immer wieder über erfreuliche grössere Einzelspenden freuen.

Projekt "Spitex"
Erstmal in der Geschichte der Partnerschaft wird in Dobrusch ein sehr grosses humanitäres Projekt verwirklicht. Mit der grosszügigen Anschubfinanzierung der „Jansen PrimeSteps Foundation“ über 140‘000 Franken (die Stifter wohnen in Ittigen) und den übrigen Geldern aus Ittigen (Gemeindebeitrag und Spenden der Weihnachtssammlung) wird in Dobrusch eine professionelle Spitex-Organisation aufgebaut. Die Spitex unterstützt künftig alte und gebrechliche Leute zu Hause und ermöglicht ihnen damit, so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung zu leben.

In den vergangenen Monaten seit dem Projektstart erfolgten in einem ersten Schritt umfangreiche Umbau- und Sanierungsarbeiten am alten Berufsschulgebäude, welches als Spitex-Gebäude seine neue Bestimmung findet. Beim letzten Besuch in Dobrusch konnten sich die auf eigene Kosten nach Dobrusch gereisten Vorstandsmitglieder ein Bild vom Baufortschritt machen. Die lokalen Partner in Dobrusch treiben das Projekt mit grosser Gewissenhaftigkeit und viel Elan an, was das Vertrauen in die Zusammenarbeit festigt. Auch die Gemeinde Dobrusch beteiligt sich aktiv am Projekt und erfreulicherweise hat unterdessen auch die Regierung in Gomel Gelder für das Spitex-Projekt zugesichert.

Bis zum produktiven Start der Spitex-Organisation gibt es noch viel zu tun. Die verschiedenen Räume müssen mit dem nötigen Mobiliar ausgestattet und der Betrieb der Spitex organisiert und aufgebaut werden. Weiter steht die Anstellung des Spitex-Personals (Administration, Pflege und Sozialarbeit) auf dem Programm.

Möchten Sie für unsere Partnergemeinde Dobrusch spenden? Das ist selbstverständlich möglich auf:

Valiant Bank, 3001 Bern, Clearing Nr. 6300, (Postkonto-Nr. der Valiant Bank 30-38112-0)
Konto- resp. IBAN-Nr. CH86 0630 0503 3803 1090 6

Auf untenstehendem Link finden Sie zudem einen Einzahlungsschein. Wir versichern Ihnen einen gezielten und sinnvollen Mitteleinsatz. Herzlichen Dank für Ihre Spende!

Möchten Sie Mitglied werden im Verein Partnerschaft Ittigen-Dobrusch? Auf untenstehendem Link finden Sie unsere Mitgliederwerbung mit Anmeldetalon und die Vereinsstatuten.

Kontakt:
Jürg Rüegsegger

Adresse:
Verein Partnerschaft Ittigen-Dobrusch
Gemeinde Ittigen
Rain 7, Postfach
3063 Ittigen

Weiterführende Links:
Mitgliederwerbung
Statuten
Weihnachtssammlung 2017
Einzahlungsschein
Festschrift 20 Jahre Jubiläum im Jahr 2010
Bilder aus Dobrusch


Kontakt

  • Gemeinde Ittigen
  • Dienstleistungszentrum
  • Rain 7, Postfach 226
  • 3063 Ittigen
  • Telefon: 031 925 22 22 (Zentrale)
  • Telefax: 031 925 22 99

Öffnungszeiten

  • 08.30-11.30 und 13.30-18.00 Uhr (Mo)
  • 08.30-11.30 und 13.30-17.00 Uhr (Di)
  • 12.15-17.00 Uhr (Mi)
  • 08.30-11.30 und 13.30-17.00 Uhr (Do)
  • 08.30-11.30 und 13.30-16.00 Uhr (Fr)

  • Am Mittwochmorgen bleiben die Schalter (inkl. Telefonzentrale) geschlossen.

Filmportrait

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